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The View - Aktuelles zur Anlageallokation

one month ago

Jaime Arguello, Chief Investment Officer

Jaime Arguello
Chief Investment Officer

Makroökonomischer Hintergrund

Die Märkte wurden weiterhin durch die zunehmende Hoffnung auf eine Wende in der Zinspolitik angetrieben. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell deutete an, dass die Phase der „Jumbo“-Zinserhöhungen bald vorbei sein könnte – beim jüngsten Schritt wurden die Zinsen nur um 50 Basispunkte angehoben. Nichtsdestotrotz wurde die Botschaft, dass die Zinssätze noch länger steigen werden, bekräftigt. Rezessionsprognosen hingen in der Luft, da die Renditekurve der US-Staatsanleihen die stärkste Inversion seit 1981 erreichte. Der Ölpreis sank aufgrund von Nachfragesorgen auf den tiefsten Stand des Jahres, bis das offensichtliche Ende der chinesischen Null-Covid-Politik eine Erholung einleitete. In den USA und der Eurozone blieb die Inflation hinter den Prognosen zurück, was die Stimmung kurzzeitig aufhellte, bevor die unerwartet starken US-Arbeitsmarkt- und Dienstleistungsdaten ein Umdenken bewirkten.

Aktuelle Marktlage

Die weltweiten Aktienmärkte legten im November kräftig zu und verzeichneten damit den ersten monatlichen Anstieg in Folge seit Mitte 2021, wobei die chinesischen Märkte in Führung lagen. Auch die internationalen Anleihen stiegen aufgrund der Hoffnung, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Zehnjährige US-Staatsanleihen legten allein im November 3,7 % zu. Schwellenländeranleihen schnitten überdurchschnittlich ab, da der Dollar weiter nachgab. Die Erwartung, dass die Fed das Tempo der Zinserhöhungen verringern würde, löste eine Schwäche des Dollars aus. Unterdessen stieg der japanische Yen stark an, nachdem die Bank of Japan eine Änderung der geldpolitischen Ziele angedeutet hatte.

Architas view

Architas Ansicht

Die jüngsten positiven Entwicklungen an der Inflationsfront und bei der Geldpolitik der Zentralbanken machten den Hintergrund für Aktien weniger negativ. Bei der Inflationsdynamik zeichnet sich offensichtlich ein Trend zur Verbesserung ab, was es der US-Notenbank ermöglicht, ihre restriktive Haltung, die sie über weite Strecken des Jahres beibehalten hat, zu lockern. Die Märkte haben auf diese Entwicklungen sehr positiv reagiert und die Stimmung bleibt gegen Jahresende recht optimistisch.

Die Märkte könnten im Jahr 2023 noch ihre eigenen Probleme haben, weshalb wir es vorziehen, das relative Risiko bis zum Jahresende zu reduzieren, bevor wir unseren Ausblick zu Beginn des nächsten Jahres neu bewerten. Vor diesem Hintergrund sind wir für europäische Aktien und für die Aktienmärkte insgesamt positiver gestimmt.

Im Hinblick auf festverzinsliche Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating sind wir sehr optimistisch, da sich die Inflationsaussichten verbessern und die Anleiherenditen in naher Zukunft wahrscheinlich stabiler werden. Angesichts der günstigeren Aussichten sind wir der Ansicht, dass die zusätzlichen Renditen, die Investment-Grade-Anleihen bieten, jetzt bei einem geringeren Kapitalverlustrisiko erzielt werden können, da sich die Spreads gegenüber den Renditen von Staatsanleihen relativ unverändert bleiben könnten. 

Bei Staatsanleihen – insbesondere bei europäischen, die wir nach wie vor für uninteressant halten – bleiben wir jedoch vorsichtig.

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