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The View - Aktuelles zur Anlageallokation

23 days ago

Jaime Arguello, Chief Investment Officer

Jaime Arguello
Chief Investment Officer

Makroökonomischer Hintergrund

Die westlichen Zentralbanken näherten sich dem Wendepunkt an, allen voran die EZB, die ‚erhebliche Fortschritte‘ bei der Inflation andeutete. Unterdessen erreichte die Inflation in der Eurozone mit 10,7 % ein neues Rekordhoch. Dann fielen die europäischen Gaspreise auf unter 100 €/KWh, nachdem sie im August ein Allzeithoch von 300 €/KWh erreicht hatten. Die US-Notenbank kündigte ihre vierte Zinserhöhung in Folge um 75 Basispunkte an und wies darauf hin, dass sich das Tempo der Zinserhöhungen zwar verlangsamen könnte, die Zinsen aber möglicherweise noch länger hoch bleiben würden. Auch die Bank of England erhöhte die Zinsen um 75 Basispunkte, nachdem die Ernennung von Rishi Sunak zum Premierminister die britischen Finanzmärkte beruhigt hatte. Der Ölpreis stieg trotz der geplanten Freigabe von 15 Millionen Barrel aus der strategischen Erdölreserve der USA an.

Aktuelle Marktlage

Die Aktienmärkte erlebten eine Art Herbstrally, trotz aggressiver Ausverkäufe im US-Tech-Sektor, wo die Umsatzwachstumsprognosen nach unten korrigiert wurden. Die Renditen von Staatsanleihen gingen zurück, als die Kurse fielen, und stiegen dann wieder an, als der Markt über den Zeitpunkt eines Zinsschritts der Zentralbank diskutierte. Anschließend fielen die Renditen erneut, als die US-Inflation im Oktober positiv überraschte. Der US-Dollar legte eine Atempause ein, nachdem er in diesem Jahr so stark war, dass die Bank of Japan allein im Oktober 43 Milliarden Dollar für die Verteidigung des Yen ausgeben musste.

Architas view

Architas Ansicht

Die Märkte erlebten in letzter Zeit eine freundlichere Phase, da die Hoffnung auf eine weniger aggressive Geldpolitik zugenommen hat. Wir gehen jedoch davon aus, dass die US-Notenbank weiterhin entschlossen ihren Zinsstraffungskurs verfolgen wird, um die Inflation unter Kontrolle zu bringen. Die Zinssätze werden noch länger höher bleiben müssen, bis die Inflation unter das Zielniveau sinkt, was voraussichtlich nicht vor Ende 2024 der Fall sein wird.

Vor diesem Hintergrund kann man bei Anleihen nur vorsichtig sein, auch wenn wir den Ausblick für Investment-Grade-Unternehmensanleihen inzwischen positiver einschätzen. In Anbetracht der jüngsten Inflationsdaten in den USA, die eine stärkere Verlangsamung der Inflation als erwartet zeigten, gehen wir davon aus, dass die Anleiherenditen in nächster Zeit stabiler bleiben werden, und wir sind bereit, über diese Anlageklasse ein gewisses zusätzliches Risiko einzugehen.

Wir bleiben bei unserer vorsichtigen Haltung gegenüber Aktien. Trotz zunehmender Anzeichen für eine mögliche Abschwächung der Inflation bleibt der Weg zu einer lockeren Geldpolitik lang und beschwerlich, was die Konjunkturaktivität vorerst belasten dürfte. Wir bevorzugen weiterhin Aktien aus den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum gegenüber europäischen Titeln. Was die Portfoliokonstruktion anbelangt, befürworten wir nach wie vor einen stilneutralen Ansatz und bevorzugen stets eine defensivere Haltung.

Wir sind gegenüber Barmitteln immer noch positiv eingestellt, obwohl wir interessante Renditen in Sektoren mit geringerem Risiko – wie z. B. in kurzlaufenden Investment-Grade- und hochverzinslichen Unternehmensanleihen – bevorzugen würden.

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