Skip to main content Skip to site footer

You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

The View - Aktuelles zur Anlageallokation

20 days ago

Jaime Arguello, Chief Investment Officer

Jaime Arguello
Chief Investment Officer

Makroökonomischer Hintergrund

Die Zuversicht, dass der Höhepunkt der Inflation überschritten ist, wuchs, da die Daten aus den USA und Europa unter den Prognosen lagen. Nichtsdestotrotz bleibt die Botschaft ‚für längere Zeit höher’ trotz der Empfehlungen, dass das Tempo der Zinssenkungen zurückgenommen werden sollte, ganz oben auf der Agenda der Zentralbanken. Eine Verlangsamung oder gar eine Rezession Anfang 2023 wurde für viele Volkswirtschaften als ausgemachte Sache akzeptiert. Diese Ansicht wurde durch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten und die rückläufigen Einkaufsmanagerindizes gestützt. China fuhr trotz relativ niedriger Impfquoten fort, die Covid-Beschränkungen für seine Bürger zu lockern, und die Infektionszahlen näherten sich in einigen Städten einem Höchststand.

Aktuelle Marktlage

Für die Aktienmärkte endete das Jahr 2022 mit einem Abwärtstrend; viele von ihnen hatten im Laufe des Jahres einen Bärenmarkt erlebt. Internationale Anleihen fielen im Dezember ebenfalls. Besonders stark betroffen war die deutsche Bundesanleihe (-4,4 %), da sich die Hoffnungen auf eine gemäßigtere Geldpolitik zerschlugen. Der japanische Yen erholte sich deutlich, nachdem die BoJ ihre Zinskurven-Kontrollpolitik geändert hatte, um einen Anstieg der Renditen japanischer Staatsanleihen zu ermöglichen. Unterdessen schwächte sich der US-Dollar ab, weil weitere Anzeichen für einen Höhepunkt der US-Inflation zu Spekulationen führten, dass die US-Notenbank (Fed) das Tempo künftiger Zinserhöhungen drosseln könnte.

Architas view

Der Standpunkt von Architas

Die Märkte haben das Jahr 2023 recht schwungvoll begonnen und konzentrieren sich weiterhin auf eine verbesserte Inflationsdynamik und eine weniger restriktive Politik der Zentralbanken in den kommenden Quartalen. Wir spüren ein gewisses Maß an Selbstzufriedenheit, doch ist es nie einfach, Marktkorrekturen rechtzeitig zu erkennen. Daher haben wir uns entschieden, auf kurze Sicht unsere neutrale Aktienallokation beizubehalten.

Nach der Wiedereröffnung der chinesischen Volkswirtschaft sind wir für die asiatische Region und damit auch für die internationalen Schwellenmärkte, an denen Asien (ohne Japan) nun den größten Anteil ausmacht, optimistischer gestimmt. Während diese Märkte bereits sehr positiv auf die Nachrichten reagiert haben, sind wir davon überzeugt, dass die Wirtschaftstätigkeit weiter zunehmen und die Region wahrscheinlich von einer Phase relativer Outperformance profitieren wird. Dagegen wollen wir unser Engagement in US-Aktien reduzieren. Da das von hoher Inflation, höheren Anleiherenditen und geringeren Gewinnprognosen geprägte Umfeld anhält, könnte die Wachstumsorientierung des S&P 500-Index die Performance beeinträchtigen.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren halten wir zwar an einer neutralen Einschätzung des längerfristigen Zinsrisikos fest, sehen aber Schwellenländeranleihen zunehmend positiv. Die Aussichten in diesem Sektor sehen jetzt besser aus, da sich die US-Notenbank in der Endphase ihres Zinserhöhungszyklus befindet, der US-Dollar Anzeichen einer Abschwächung zeigt und sich das Umfeld für den Welthandel aufgrund der Wiedereröffnung Chinas verbessert. Um die Risiken in unserer Portfoliokonstruktion auszugleichen, haben wir unser Engagement in Investment-Grade-Unternehmensanleihen reduziert. 

We use cookies to give you the best possible experience of our website. If you continue, we'll assume you are happy for your web browser to receive all cookies from our website. See our cookie policy for more information on cookies and how to manage them.