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The View - Aktuelles zur Anlageallokation

one month ago

Jaime Arguello, Chief Investment Officer

Jaime Arguello
Chief Investment Officer

Makroökonomischer Hintergrund

Die Rhetorik der westlichen Zentralbanken blieb eindeutig aggressiv; die Europäische Zentralbank (EZB) versprach, dass Wachstumsbedenken nicht eine ‚kräftige Anhebung der Zinssätze‘ verhindern würden. Die Inflationsrisiken wurden weithin als nach oben gerichtet angesehen, da die Inflation in der Eurozone ein Rekordniveau von 10 % erreichte. Die US-Notenbank hob die Zinsen um 75 Basispunkte an, und in Europa endete die Ära der negativen Zinssätze, da die Schweizerische Nationalbank und die EZB ihre Leitzinsen ebenfalls um je 75 Basispunkte anhoben. Die Bank of Japan verpflichtete sich für weitere zwei Jahre zu einer ultralockeren Geldpolitik und erhöhte ihr Ziel für die ‚Steuerung der Zinskurve‘ auf 0,25 %, um die Deflation zu bekämpfen. Die Ölpreise stiegen sprunghaft an, als sich die OPEC+-Gruppe der Ölproduzenten gegen den Widerstand des US-Präsidenten auf eine Produktionskürzung um 2 Millionen Barrel pro Tag einigte.

Aktuelle Marktlage

Die Volatilität kehrte mit voller Wucht an die Finanzmärkte zurück. Die Anleiherenditen stiegen und die Kurse fielen als Reaktion auf die restriktiven Zinserwartungen und die vorübergehende Panik am britischen Staatsanleihemarkt. Diese Rückgänge führten zu einer Abwärtskorrektur der Aktienkurse, die im Vorfeld der Gewinnsaison für das dritte Quartal weiter durch Rezessionsangst belastet wurden. Der US-Dollar setzte seinen Aufwärtstrend fort und konsolidierte sein Zwanzigjahreshoch, obwohl die Bank of Japan in Rekordhöhe intervenierte.

Architas view

Der Standpunkt von Architas

Die Spannungen nehmen zu, und sowohl die Renten- als auch die Aktienmärkte stehen weiterhin unter Druck. In diesem Umfeld bleiben wir vorsichtig, obwohl beide Anlageklassen bereits starke Rückgänge verzeichnet haben, und gehen davon aus, dass die beiden Probleme – hohe Inflation und restriktive Zentralbanken – die Märkte auf absehbare Zeit weiter unter Druck setzen werden.

Die Aktienmärkte bereiten uns weiterhin Sorge, da wir davon ausgehen, dass die Märkte in den kommenden Monaten allgemein abwärts tendieren werden. Wir bevorzugen weiterhin die USA und den asiatisch-pazifischen Raum gegenüber Europa, wo wir einen düsteren Winter erwarten. Bei der Zusammenstellung des Aktienportfolios bevorzugen wir einen stilneutralen Ansatz und tendieren zu defensiven Titeln, die sich durch Qualität und geringes Risiko auszeichnen.

Bei den festverzinslichen Wertpapieren sind wir gegenüber europäischen Staatsanleihen nach wie vor weniger positiv eingestellt, da wir der Meinung sind, dass die EZB immer noch hinter der Kurve zurückbleibt. Und sollten die Renditen von US-Anleihen gegenüber dem aktuellen Niveau fallen, werden wir auch hier unseren Ausblick reduzieren. Da sich das wirtschaftliche Umfeld weiter verschlechtert, haben wir beschlossen, an den Rentenmärkten weniger Risiko einzugehen. Infolgedessen sind wir gegenüber Investment Grade-Unternehmensanleihen jetzt weniger positiv eingestellt. Obwohl die Renditen von Hochzins- und Schwellenländeranleihen nach einem deutlichen Anstieg der Renditen und Spreads in diesem Jahr jetzt sehr interessant wirken, halten wir es angesichts des Konjunkturausblicks für verfrüht, hier ein größeres Risiko einzugehen.

Wir sind gegenüber Barmitteln nach wie vor positiv eingestellt, obwohl wir interessante Renditen in Sektoren mit geringerem Risiko – wie z. B. in kurzlaufenden Investment-Grade- und hochverzinslichen Unternehmensanleihen – bevorzugen.

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