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Top-Stories im August

14 days ago

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ESG: Der circulus virtuosus im investment?

Vor dem Hintergrund der Flächenbrände im Amazonas und der steigenden Meerestemperatur stößt Präsident Macron in das Horn von Klimaaktivisten und beklagt, dass „unser Haus brennt“. Dabei stellen Umweltschäden für diejenigen, die klug zu investieren hoffen und gleichzeitig etwas bewegen wollen, sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance dar. Als Reaktion darauf hat die Fondsmanagement-Branche Grundsätze für sozial verantwortliches Investieren entwickelt. Zu diesen Grundsätzen gehören ESG- bzw. Environmental-Social-Governance-Fonds (Umwelt, Soziales und Governance (Unternehmensstrategie)). Sehen wir uns diesen höchst spezifischen Sektor genauer an.

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für nachhaltiges Investieren entwickelt. Diese reichen unter anderem vom Zugang zu Ernährung, Wohnraum und zu Gesundheitsversorgung bis hin zu nachhaltigen Städten sowie sauberer Energie und sauberem Wasser. Für den ESG-Sektor dienen diese Ziele als Orientierung. Dabei wird jede Fonds-Gesellschaft bei der Auswahl von Unternehmen, in die investiert werden kann, einen eigenen ESG-Filter anwenden. Über diese Vorauswahl sollen starke und fair bewertete Unternehmen identifiziert werden, die darüber hinaus die richtigen Kriterien erfüllen, und zudem Unternehmen ausgeschlossen werden, die der Prüfung nicht standhalten, sei es womöglich aufgrund unfairer Arbeitsverfahren oder einer dürftigen Umweltbilanz.

Die Kategorie umwelt ist dabei am einfachsten zu definieren. Das Klima ist zu einem heißen Eisen in der Politik geworden; das belegen die guten Ergebnisse der grünen Parteien bei den jüngsten Europawahlen. Extreme Witterungsverhältnisse gießen Öl in das Feuer dieser Debatte, während Wissenschaftler ihre Ursache zu bestimmen versuchen. Über die ESG-Prüfung können Unternehmen ermittelt werden, die sich mit Technologien beschäftigen, die womöglich eines Tages die Umweltbelastungen reduzieren könnten. Ganz allgemein werden dabei Unternehmen mit negativen Auswirkungen (z. B. Umweltverschmutzung) ausgeschlossen.

Das Klima ist dabei nicht das einzige Thema. Die ESG-Branche ist der Ansicht, dass soziale und Governance-themen ebenfalls entscheidende Faktoren für die Nachhaltigkeit eines Unternehmens sind. Zu den sozialen Faktoren zählen Bildung, Gleichstellung und ein angemessenes Arbeitsumfeld. Der Faktor governance reicht weiter. In der Analyse von Unternehmen wird beispielsweise beleuchtet, ob der Vorstand unabhängig ist, wie hoch der Frauenanteil unter den Vorstandsmitgliedern ist und wie sich Entlohnung und Arbeitsbedingungen der Belegschaft gestalten.

ESG-Fonds wollen durch die Investition in Unternehmen, die in höchstem Maße verantwortlich mit ihren Belegschaften und dem Planeten umgehen, eine positive Kraft sein. Kein Wunder also, dass diese Fonds den sogenannten Millennials zusagen, die nun guten Gewissens in die eigene Zukunft investieren können. Durch deren Finanzmittel könnten Technologien entwickelt werden, die zur Lösung der brennenden Fragen unserer Zeit beitragen könnten.

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