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The annual review: Top-Storys 2019

7 months ago

QUICK LOOK
DIE MÄRKTE

25,3%

S&P 500

23,4%

EURO STOXX 50

9,2%

FTSE 100

24,8%

CAC 40

25,4%

DAX 30

20,4%

BEL 20

26,9%

FTSE MIB

9,5%

IBEX 35

13,7%

TOPIX


Quelle: Bloomberg 01.01.2019 - 29.11.2019


2019 - Ein starkes Jahr für Aktien, da die Finanzmärkte von der Unterstützung durch die Zentralbank profitierten. Wir präsentieren die Quick Look-Auswahl zum Jahresende.
JANUAR
Der Aufstieg des Herausforderers

Juan Guaidó erklärte sich nach der umstrittenen Wahl im vergangenen Jahr zum Präsidenten von Venezuela. Regierungen in den USA, Europa und Nord- und Lateinamerika unterstützen sein Bestreben zum Wiederaufbau dieser zerschlagenen Volkswirtschaft. Aber warum ist Venezuela so wichtig? Man geht davon aus, dass das Land über riesige Ölreserven verfügt, jedoch deckt es derzeit nur 1 % der weltweiten Öllieferungen ab. Würde man der Wirtschaft zu einem neuen Start verhelfen, könnte Venezuela möglicherweise mit Saudi-Arabien, Russland und den USA als weltweit wichtiger Lieferant konkurrieren. 

FEBRUAR
Geduld ist eine Tugend

Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank zeigt, dass die meisten Gouverneure der US Notebank mit dem neuen ‘geduldigen‘ Ansatz in der Zinspolitik zufrieden sind. Kurz gesagt: sie werden die US-Zinssätze stabil halten. Risiken für die weitere konjunkturelle Entwicklung kommen aller Wahrscheinlichkeit nach aus Übersee, namentlich mit China und dem schwelenden Handelsstreit und auch mit dem Brexit. Die Finanzmärkte setzten ihre deutliche Erholung seit den Tiefständen im Dezember fort. Unterdessen geht die Debatte weiter - ist dies der Höhepunkt oder lediglich eine Pause für die US-Zinsen?  

MÄRZ
Rot ist nicht tot

Die chinesische Regierung gab an, dass das BIP-Wachstum in diesem Jahr im Bereich von 6-6,5 % liegen und somit geringer ausfallen dürfte als erwartet. Für die meisten entwickelten Volkswirtschaften wäre diese Spanne trotz der leichten Schwäche großartig, kämpfen einige doch damit, einer Rezession zu entgehen. Für China hingegen ist das die niedrigste Zuwachsrate seit drei Jahrzehnten. Zwar haben neue Konjunkturmaßnahmen, wie beispielsweise Steuersenkungen und Investitionsreformen, zu einer kräftigen Erholung des chinesischen Aktienmarktes von den Tiefständen des vergangenen Jahres geführt, doch der Handelskrieg mit den USA und der riesige Schuldenberg bleiben weiterhin ungelöst.

APRIL
Der Fed sei Dank

In den USA sind die Märkte wieder auf die Höchststände vom Herbst letzten Jahres geklettert. Was für ein Umschwung seit dem Tiefstand an Heilig Abend! Aber was hat sich verändert? Die US-Notenbank (Fed) selbst hat wesentlich zu der optimistischeren Stimmung beigetragen. Anstelle geplanter Zinserhöhungen ist der Markt nun der Meinung, es sei genauso wahrscheinlich, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr senken werde. Und Aktienmärkte gedeihen prächtig vor dem Hintergrund einer solchen expansiven Geldpolitik.

MAI
Zwischen den Fronten

Huawei ist das prominenteste Opfer des Handelskrieges geworden. Zunächst hatte die USA den Telekomriesen aus 5G-Kontrakten ausgeschlossen, doch nun wurde Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, sodass kein US-Unternehmen mehr mit dem Hardware-Hersteller Geschäftsbeziehungen unterhalten darf. Google hat Huawei den Zugang zu seinem Betriebssystem Android verweigert - und das bedeutet: kein YouTube, kein Gmail. In Großbritannien und Japan wurden die Telefone des Giganten von Mobilfunkbetreibern vom Netz genommen. Nachdem sich nun auch Chip-Hersteller gemeinsamen Plänen entgegenstellen, Komponenten zu entwickeln, wirkt Huawei wie eine leichte Beute.

JUNI
Glänzende Zeiten

Der Kurs von Gold steigt. Diesen Monat hat das gelbe Metall ein Sechsjahreshoch erreicht. Woher kommt diese Attraktivität? Wenn Zinssenkungen erwartet werden, ist diese Entwicklung nicht ungewöhnlich. Gold gilt als wertvoll, bringt aber keine Rendite, und die Lagerung kostet zudem Geld. Aber in einem Umfeld, in dem Staatsanleihen im Wert von USD 12,5 Bio. eine negative Rendite erbringen, scheint das plötzlich keine Rolle mehr zu spielen. Darüber hinaus kann man dem Glanz eines sicheren Hafens angesichts von Märkten, die sich auf Rekordniveau bewegen, kaum widerstehen.

JULI
Keine weiteren Senkungen

Zum ersten Mal seit 2008 hat die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen gesenkt. Aber nur um
0,25 % und es wurden keine weiteren Senkungen in diesem Jahr in Aussicht gestellt. Die Märkte waren vor dieser Bekanntgabe recht stark und reagierten enttäuscht. Der S&P hatte die magische Grenze von 3.000 Punkten überwunden, rutschte nach der Bekanntgabe aber wieder unter diesen Wert. Weitere Zinssenkungen in diesem Jahr könnten sich die Märkte von anderer Stelle erhoffen, vielleicht von der Europäischen Zentralbank (EZB).

AUGUST
Das Negative betonen

Die Turbulenzen des Handelskrieges haben zu haben zu Befürchtungen bezüglich des globalen Wachstums geführt. Die Finanzmärkte erlebten einen Run auf sichere Häfen. Gold verzeichnet aktuell die seit acht Jahren beste Performance. Der Kauf von Staatsanleihen war allerdings der größte Trend. Steigen die Preise von Anleihen, fallen die Anleihenrenditen. Dieser Effekt war so stark, dass die Renditen von Staatsanleihen in Höhe von 15 Mrd. USD unter null vielen. In diesen merkwürdigen Zeiten scheint eine garantierte Negativrendite ein Preis für die Sicherheit zu sein, den zu bezahlen sich lohnt. 

SEPTEMBER
Macht sich die Gravitation bemerkbar?

Mit großem Getöse hat Apple sein neues iPhone auf den Markt gebracht, das preislich mit dem Vorgängermodell gleichauf liegt. Möglich, dass der Tech-Gigant eine Preisobergrenze für seine Mobiltelefone und Tablets erreicht hat und aus diesem Grund nach alternativen Einnahmequellen Ausschau hält. Der Fokus wird sich auf Dienstleistungen wie Musik, Games und den neu angelaufenen Streaming-Dienst AppleTV+ verlagern. So werden Nutzer älterer iPhones im Apple-Netzwerk gehalten und können weiter Umsatz generieren. Bei einem Preis von nur USD 4,99 pro Monat stellt sich dabei die Frage, ob AppleTV+ jemals den Marktwert von ca. USD 1 Bio. rechtfertigen wird?

OKTOBER
So nah und doch...

Die Brexit-Saga hat noch zu keinem erfolgreichen Abschluss gefunden. Zwar fand Premierminister Boris Johnson Zustimmung für eine Debatte des Gesetzesrahmens zum Austrittsabkommen, allerdings lehnte das Parlament direkt im Anschluss daran den übereilten Zeitplan für einen Austritt ab. Darauf hin wurden die Regierungsgeschäfte auf Eis gelegt, während der Premierminister seine Aufmerksamkeit auf Neuwahlen richtete, die noch vor Weihnachten stattfinden sollen. Um das Vereinigte Königreich vor einem unkontrollierten Austritt zu bewahren, hat die EU einer dreimonatigen „Flextension“, also einer flexiblen Brexit-Fristverlängerung, bis zum 31. Januar 2020 zugestimmt. Die Finanzmärkte waren erleichtert, dass ein Brexit zu Halloween nun vom Tisch ist. Das Britische Pfund verzeichnete eine kurze Erholung, der jedoch mit zunehmender Verunsicherung bald die Luft ausging.

NOVEMBER
Sesam öffne dich!

Alibaba, der chinesische E-Commerce- und Online-Zahlungsmittelgigant erzielte beim größten Börsengang des Jahres über 11 Mrd USD. Die Börse in Hongkong verwendet das Tickersymbol 9988 – verheißungsvolle Zahlen in der chinesischen Kultur. Die Nachfrage war hoch und die Aktie machte zur Eröffnung einen Satz von 6 %. Das beweist, dass der asiatische Finanzmarkt trotz der Spannungen in Hongkong immer noch sehr offen für Geschäfte ist. Es sieht sogar danach aus, dass Hongkong in diesem Jahr den Nasdaq übertrifft, was das erzielte Gesamtkapital betrifft.

DECEMBER
Zum feierlichen Abschluss

2019 nähert sich seinem Ende, und gewohnte Themen halten die Finanzmärkte weiter in Atem. Der US-amerikanisch-chinesische Handelskrieg, Big Tech, sowie der nicht enden wollenden Brexit dominierten dabei. Daran wird sich vermutlich auch im kommenden Jahr nicht viel ändern. Das Handels-Gerangel der USA wird weitergehen, die Frage dreht sich weiter darum, ob es einen Brexit mit oder ohne Vereinbarung gibt, und danach stehen mögliche Verhandlungen über den Handel zwischen der EU und Großbritannien an. Nicht zu vergessen: die US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen am Ende des Jahres. Es bleibt abzuwarten, wie diese Ereignisse ausgehen und wie die Märkte darauf reagieren. Bis dahin wünschen wir allen unseren Lesern ein glückliches und erfolgreiches Jahr 2020!

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