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The monthly review: hoogtepunten september 2019

4 months ago

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ZINSSENKUNGEN – WORUM GEHT’S HIER?

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat die Leitzinsen zum zweiten Mal innerhalb eines Jahrzehnts gesenkt. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine Zinssenkung vorgenommen, wohingegen die Bank of Japan lediglich andeutete, dass schon bald eine Kürzung erfolgen könnte. Warum dies für Schlagzeilen sorgt? Es geht dabei um mehr als um die Zinsen, die Sie von Ihrer Bank bekommen könnten. Daher werfen wir einen Blick auf die Zinssätze und den Grund, weshalb sie für Anleger von Bedeutung sind.

Zinssenkungen – warum eigentlich? Zinsen sind eine Antwort auf Prognosen eines langsameren Wirtschaftswachstums. Durch niedrigere Zinsen wird die Kreditaufnahme günstiger. Sie ermutigen Unternehmen, sich Fremdkapital für Investitionsprojekte zu besorgen. Und Konsumenten, Kredite für ihre Immobilien oder vielleicht für einen Traumurlaub aufzunehmen. Dadurch wird der Konjunkturoptimismus angekurbelt, was potenziell zu einem Aufwärtstrend des Wirtschaftswachstum führt.

Niedrigere Zinsen bieten den Aktienmärkten oftmals Impulse. Eine solide Wirtschaft müsste für steigende Unternehmensgewinne und unter den Anlegern für Optimismus hinsichtlich der künftigen Dividenden sorgen. Allerdings gilt das nicht für jeden Sektor. Zinssenkungen könnten beispielsweise Banken schwer treffen. Die Erträge gehen zurück, wenn die Spanne zwischen den Zinssätzen für die Kreditvergabe und die Refinanzierung geringer wird.

Und was ist mit den Anleihemärkten? Wenn der Preis einer Anleihe steigt, fällt die Rendite (bzw. die Erlöse aus der Anleihe). Sie bewegen sich immer in entgegengesetzter Richtung. Fallen die Zinsen, gehen die Anleiherenditen tendenziell ebenfalls zurück. Was bedeutet, dass der Preis der Anleihe steigt. Hinsichtlich der Bewertungen gibt es einen Pferdefuß: Anleiherenditen, die sich am Tiefpunkt befinden, lassen enorm hohe Aktienkurse vertretbar erscheinen. Wodurch die Hausse potenziell befeuert wird.

Aber wie tief können die Zinsen fallen? Im Falle der EZB und der Bank of Japan ist das schwer zu sagen. Diese bewegen sich schon im negativen Bereich. Der US-Notenbank Fed bleibt mehr Spielraum, die Zinsen zu senken. Allerdings hoffen die Märkte bereits auf eine ganze Reihe von Zinssenkungen, was zu Enttäuschungen führen könnte. Denn mit zunehmenden Zinssenkungen verflüchtigt sich der Effekt einer jeden Kürzung. Wie der Ökonom John Maynard Keynes bereits sagte: Man kann mit einem Seil einen Ball zurückbinden. Hingegen lässt sich kein Ball von einem Strick anschieben.

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