Skip to main content Skip to site footer

You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

CLOSE LOOK: GLOBALE LIEFERKETTEN – WORUM GEHT ES DABEI?

4 months ago
Während Volkswirtschaften, die von der Covid-19-Pandemie heimgesucht wurden, sich wieder fit machen und auf einen Neubeginn vorbereiten, hören wir viel von einer Unterbrechung der globalen Lieferketten.  Sehen wir uns diese Lieferketten genauer an. Worin bestehen sie und wohin entwickeln sie sich? Können sie jemals wieder aufgebaut werden, und inwieweit sollten wir ihre Umstrukturierung anstreben?

Die letzten vier Jahrzehnte waren die Ära der Globalisierung, als bessere Transportverbindungen und niedrigere Zollschranken den weltweiten Handel erleichterten. Dies ermöglichte es den Herstellern in einem Land, Teile für ihre Produkte aus mehreren anderen Ländern zu beziehen. Und das kam den Verbrauchern zugute. Die technologische Entwicklung hat sich schneller vollzogen, und die Preise wurden niedrig gehalten.

Im Zuge der in den letzten Jahren zwischen den USA und China schwelenden Handelsspannungen wurden die komplexen Netzwerke, die Produktkomponenten weltweit transportieren, in Frage gestellt. Präsident Trump erhob erneut Zölle auf einige Importe und war entschlossen, die Produktion für die Mehrzahl der Komponenten nach Amerika zu holen. Und das galt sogar für Giganten der amerikanischen Wirtschaft wie den iPhone-Hersteller Apple.

Die globale Pandemie verursachte einen sogenannten ‚Angebotsschock‘, der die Störungen der Lieferketten noch sehr viel weiter verschärfte. Produktionsstätten in China wurden geschlossen, angefangen mit der Provinz Hubei. Lieferketten in der Automobil- und Elektroindustrie sowie im Gesundheitswesen waren am stärksten betroffen.  Und Fabriken auf der ganzen Welt waren ebenfalls gezwungen, ihren Betrieb aufgrund fehlender Teile einzustellen. Akribisch aufgebaute Lieferketten, die auf jahrelanger Zusammenarbeit und Qualitätsprüfung basierten, rissen einfach auseinander.

Belastbarkeit und Diversifizierung sind nun die neuen Schlagworte. Die Hersteller sind bestrebt, Schutzvorkehrungen zu treffen, indem sie ihre Lieferantenlisten erweitern und die Produktion sogar näher an den Markt bringen. Aber die Ablösung des derzeitigen Systems könnte Jahre dauern und würde sich wahrscheinlich als kostspielig erweisen. Konsumgüter vom Auto bis zum Handy könnten am Ende technisch weniger ausgereift und teurer sein. Und sollten jemals wieder wirtschaftliche Lockdowns verhängt werden, könnte sich die Länge einer Lieferkette erneut als irrelevant erweisen.

 

Zurück zur Startseite

 

We use cookies to give you the best possible experience of our website. If you continue, we'll assume you are happy for your web browser to receive all cookies from our website. See our cookie policy for more information on cookies and how to manage them.