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CLOSE LOOK: GRÜNE ANLEIHEN – WORUM GEHT ES HIER?

one month ago
Diese Anlageklasse mag marginal und eventuell mehr als nur ein bisschen geheimnisvoll erscheinen. Aber seit die Weltbank im Jahr 2007 die erste „grüne Anleihe“ mit AAA-Rating aufgelegt hat, ist der Markt enorm gewachsen. Jüngste Zahlen deuten auf einen ansehnlichen Gesamtwert von mehr als USD 500 Mrd. hin. Wir beleuchten die Situation genauer, um herauszufinden, was eine grüne Anleihe ausmacht und warum derart gewaltige Summen aufgebracht werden.

Grüne Anleihen verdanken ihren Spitznamen der Tatsache, dass sie zur Finanzierung eines bestimmten nachhaltigen Projekts eingesetzt werden. Da sich diese Projekte positiv auf die Umwelt auswirken sollten, werden sie gelegentlich auch „Klima“-Anleihen genannt. Emittenten sind Großunternehmen, wie beispielsweise Apple und SNCF, aber auch Regierungen wie Indonesien und Frankreich. Wie bei jeder anderen Anleihe auch, ist das Papier durch die Bilanz des Emittenten besichert. Daher sind sie nicht risikoreicher als andere Anleihen desselben Emittenten.

Warum also überhaupt grüne Anleihen ausgeben? Die Kosten könnten für den Emittenten leicht höher ausfallen, da nachgewiesen werden muss, dass die Finanzmittel allein für dieses Projekt eingesetzt werden. Abgesehen davon sehen sich Emittenten einer starken Nachfrage nach diesen Anleihen gegenüber, da die wachsenden ESG- und SRI-Sektoren nach geeigneten Anlagewerten suchen. Und diese Nachfrage ist so hoch, dass selbst Emittenten mit eher schwachen Nachhaltigkeitsmerkmalen auf den grünen Zug aufzuspringen versuchten – einer als „Greenwashing“ bekannten Strategie. Hierbei versuchen die emittierenden Stellen, sich einen grüneren Anstrich als tatsächlich vorhanden zu verleihen.

Wie kann die Verwendung des Begriffs geregelt werden? Um dem Greenwashing Einhalt zu gebieten und möglichen Unklarheiten vorzubeugen, hat die EU eine Taxonomie erlassen, sprich, eine Reihe von Regeln und Definitionen zur Nachhaltigkeit. Anhand dieser EU-Taxonomie können Kreditnehmer beurteilen, ob ihr Projekt als nachhaltig bezeichnet werden kann. Und Anleger können darauf vertrauen, dass eine Anleihe tatsächlich die Bezeichnung „grün“ verdient.

Die Initiativen der EU knüpfen an die weltweit vorherrschende Intention an, nach den durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Schäden das „Build-back-better-Prinzip“ – das heißt einen besseren Wiederaufbau – zu verfolgen. Und sie könnten dazu beitragen, dass die vielen dafür erforderlichen Milliarden Dollar in die nachhaltigsten Projekte fließen.

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