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Coronavirus: Wie besorgt sollten Sie sein?

5 days ago
Sowohl das öffentliche Bewusstsein als auch die Finanzmärkte sind durch den Ausbruch des Coronavirus, der von Wuhan in China ausgegangen ist, beeinträchtigt. Tatsächlich fiel der Shanghai-Aktienindex am 3. Februar, dem ersten Handelstag nach dem langen Börsenschluss zum chinesisches Neujahrsfest, um rund 9 %.

Der Ausbruch des Coronavirus befindet sich in einem relativ frühen Stadium, so dass es schwierig ist, seine Auswirkungen auf die Menschen, geschweige denn auf Investitionen, vollständig zu beurteilen. Aus Investorensicht ist es jedoch hilfreich, einige wesentliche Grundsätze im Auge zu behalten. Erstens kann die Diversifizierung von Investitionen über Regionen und Anlageklassen hinweg dazu beitragen, eine gewisse Beweglichkeit der Investition aufzubauen. Zweitens können langfristige Investitionen dazu beitragen, die Schwankungen, von denen die Märkte oftmals beeinflusst sind, zu überstehen.

Ansteckungsrisiken

Coronaviren verbreiten sich typischerweise über Husten und Niesen. Häufige Anzeichen einer Infektion sind Atemwegssymptome wie Fieber und Husten, die in schwereren Fällen zu einer Lungenentzündung und sogar zum Tod führen können.

Das Coronavirus hat sich schnell verbreitet. Am 27. Januar waren weniger als 5.000 Personen als infiziert gemeldet. Am 31. Januar stieg die Zahl auf fast 10.000 und am 3. Februar auf über 20.000. Die Sterblichkeitsrate Anfang Februar wurde auf etwa 3,5 % geschätzt.

Wirtschaftliche Auswirkungen

Das Virus hat sich rasch auf die chinesische Wirtschaft ausgewirkt. Der Ausbruch fiel mit dem chinesischen Neujahrsfest zusammen. Das chinesische Verkehrsministerium schätzt den Rückgang der Reisetätigkeit am ersten Tag des chinesischen Neujahrsfestes im Vergleich zum Neujahrstag des letzten Jahres auf -28,8 %. Und chinesische Ökonomen glauben, dass der Ausbruch das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal 2020 um mehr als 1 Prozentpunkt auf weniger als 5 % reduzieren könnte.

Entscheidend ist, dass China heute ein wichtiger Teil der globalen Lieferketten ist: selbst Waren, die nicht vollständig in China hergestellt werden, enthalten oft chinesische Teile. Daher ist die Schließung vieler chinesischer Fabriken ein wichtiger Faktor für die starke Marktreaktion in China und weltweit. Dennoch scheint sich der US-Markt relativ schnell zu beruhigen, da ausgedehnte Einbrüche auf dem US-Markt aufgrund von Gesundheitskrisen, politischen Turbulenzen und geopolitischen Bedrohungen relativ selten sind.

Erholung nach der SARS-Pandemie

Ein guter Vergleichspunkt für das Coronavirus ist der SARS-Ausbruch von 2003, der ebenfalls in China begann. 

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Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass es insgesamt rund 8.000 SARS-Fälle gab, die nun vom Coronavirus übertroffen wurden, obwohl das Coronavirus derzeit eine geringere Sterblichkeitsrate aufweist. Die SARS-Pandemie hatte erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen, vor allem im Tourismus, im Flugverkehr und bei der Binnennachfrage in Asien. Außerdem hat SARS die Börsenentwicklung beeinträchtigt, insbesondere in den asiatischen Schwellenländern.

Beruhigend ist, dass sich die Märkte damals zu erholen begannen, noch bevor die Anzahl der SARS-Neuinfektionen zurückging, was zum Teil auf das verbesserte Wissen über das SARS-Virus und die Möglichkeiten der Infektionsvermeidung zurückzuführen ist. Nach dem Abklingen der SARS-Pandemie stiegen die wirtschaftlichen Aktivitäten zudem schnell auf das Niveau vor dem Ausbruch.

Es ist möglich, dass das Coronavirus nicht so schnell oder so effektiv wie SARS unter Kontrolle gebracht werden kann. Aber unsere mangelnde Kenntnis des Coronavirus macht es nicht unbedingt zu einer größeren Bedrohung als andere Viren, denen wir zuvor begegnet sind.

Maßnahmen in China

Darüber hinaus hat China bereits Maßnahmen ergriffen, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Es wurden zügig neue Krankenhäuser gebaut (das erste wurde in weniger als 10 Tagen fertiggestellt!) und Städte wurden abgeriegelt. Unterdessen hat die Chinesische Volksbank das Finanzsystem unterstützt, zunächst durch Finanzspritzen.

Wir hatten eine Erholung der Indizes des verarbeitenden Gewerbes und der globalen Gewinnzahlen Anfang 2020 erwartet. Unserer Ansicht nach wird das Coronavirus diese Erholung eher unterbrechen als aufhalten. Denn sobald das Coronavirus eingedämmt ist, steht zu erwarten, dass die Unternehmen ihre Lagerbestände wieder auffüllen, dass Konsumenten Produkte kaufen, deren Erwerb sie zuvor verschoben haben, und dass Menschen aufgeschobene Reisen unternehmen.

Diversifizieren und langfristig denken

Es ist wahrscheinlich, dass wir, zumindest kurzfristig, aufgrund des Coronavirus mit einer anhaltenden Marktvolatilität konfrontiert sein werden. Aber ein gut diversifiziertes Portfolio und eine langfristige Anlagestrategie können helfen, die durch den Ausbruch des Coronavirus verursachten Turbulenzen zu überstehen und besorgte Anleger zu beruhigen.

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